Wie sollten Eltern mit schlechten Noten umgehen?

Schlechte Noten: Wie geht man vor?

Die Schulzeit ist für einige Kinder alles andere als ein Kinderspiel. Besonders wenn es um das Thema “Noten” geht, verdrehen die Kinder die Augen. Aber auch die Eltern sind mit diesem Thema meist sehr überfordert. Beide stehen unter starkem Druck und damit richtig umzugehen, ist nicht immer einfach. Klar geben die Kinder ihr bestes aber manchmal reicht auch das nicht und schlechte Note müssen dann letztendlich vorgelegt werden. Und wenn dann die schlechten Noten noch auf dem Zeugnis stehen, dann ist das Geschrei groß – von beiden Seiten aus. 

Einige Kinder haben sogar Angst nach Hause zu kommen, weil sie nicht genau wissen, wie ihre Eltern reagieren werden. Aber wie genau geht man damit um, wenn die Kinder schlechte Noten mit nach Hause bringen?

Bestrafung? Auf keinen Fall! 

Eins ist ganz wichtig zu erwähnen: Kommt das Kind mit schlechten Noten nach Hause, so sollte man immer die Ruhe bewahren. Es bringt überhaupt nichts, wenn man an die Decke geht, rumschreit oder meckert – das macht die Sache sogar noch schlimmer, als sie schon ist. Im Endeffekt wird dadurch das Zeugnis auch nicht besser! 

Und wenn man der Meinung ist, dass Bestrafung der richtige Weg ist, dann liegt man definitiv falsch. Bestrafung ist alles andere als richtig – man kann eher sagen, dass es sogar kontraproduktiv ist. Man verschärft die Situation, das Kind zieht sich zurück und man verliert es auf eine gewisse Art und Weise. Es gibt Eltern, die dem Kind dann Hausarrest erteilen und das taschengeld für eine bestimmte Zeit streichen. Eine Methode, die seit Generationen besteht. Aber ist das der wirklich richtige Weg? Die Antwort liegt klar auf der Hand – Nein! Viel wichtiger ist es, dass man hinterfragt, wieso es zu diesen Zensuren kam. Ob es vielleicht einen Auslöser dafür gibt? 

Und auch wenn die Enttäuschung so groß ist, in den Arm nehmen hat noch niemanden geschadet. Das Kind fühlt sich dadurch sicherlich etwas besser und spürt, dass man trotzdem mit den Eltern sprechen kann. Hier wächst der Zusammenhalt und das ist nachhaltig gesehen, sehr wichtig.  

Gute Zensuren in den Vordergrund stellen

Hat das Kind auch gute Noten auf dem Zeugnis, so sollte man diese in den Vordergrund stellen. Egal ob Sport, Chemie, Kunst oder Musik – gute Noten sind immer erwähnenswert und man sollte auch dem Kind zeigen, dass man sehr stolz ist. Gemeinsam sich hinzusetzen, darüber zu sprechen und das KInd zu loben ist eine tolle Idee. Gleichzeitig fühlt sich das Kind gestärkt und vielleicht auch motiviert.  Auch entsteht ein positiver Nebeneffekt in Sachen Entwicklung und Selbstbewusstsein. 

Komm, wir feiern dein Zeugnis

Der Tag ist gekommen – Zeugnisse werden ausgeteilt! Haben sich ein paar schlechte Noten auf dem Zeugnis niedergelassen, so ist dies kein Grund, den kopf in den Sand zu stecken. Das Kind hat sich das ganze Jahr über bemüht und nichts sollte umsonst gewesen sein. Man darf auch nicht vergessen, dass die Schulzeit kein einfacher Weg ist – lange Schultage, stressige Lehrer und auch eine Menge Hausaufgaben. Für die Kleinen ist das sehr anstrengend und man darf das auf keinen Fall unterschätzen. 

Ist das Jahr etwas holprig gewesen, umso darf man durchatmen. Und obwohl ein paar Noten nicht ganz so optimal sind, kann das Zeugnis trotzdem gefeiert werden. Wie wäre es mit einem gemeinsamen Essen? Eine schöne Idee, die das Schuljahr herrlich abgerundet. 

Die Gründe herausfinden

Bei schlechten Noten muss man nicht gleich ans Schlimmste denken. Schlechte Noten sind kein Weltuntergang! Man sollte das eher als Motivation sehen, dass das nächste Jahr besser wird. Geduld ist gefragt und natürlich auch Disziplin. Aber wieso kam es zu den schlechten Noten? Gab es  Probleme in der Schule? Hat das Kind andere Probleme? Viele Fragen, die man eventuell besprechen könnte. Aber auch hier muss man etwas Feingefühl und Geduld beweisen. Möchte das Kind nicht darüber sprechen, so akzeptiert man das und fragt vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt, nochmals nach. 

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